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Arie: Ah si pera

Komponist: Rossini Gioachino

Oper: La donna del lago

Rolle: Malcom (Alt)

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Mura felici. Malcom. La donna del lago. RossiniQuel dirmi o dio!. Clarice. La pietra del paragone. RossiniTocchiamo, beviamo. Pippo. La gazza ladra. RossiniPien di contento in seno. Siveno. Demetrio e Polibio. RossiniSe per voi le care io torna. Clarice. La pietra del paragone. RossiniNacqui all'affanno, al pianto. Angelina (Cenerentola). La Cenerentola. RossiniLa mia spada. Malcom. La donna del lago. RossiniNel core un vuoto io provo. Ernestina. L’equivoco stravagante. RossiniDolce speme in questo istante. Clarice. La pietra del paragone. RossiniPiange il mio ciglio è vero. Edoardo. Matilde di Shabran. Rossini
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Titelblatt des Librettos, Neapel 1819
La donna del lago (Die Dame vom See) ist eine Opera seria (Originalbezeichnung: „melodramma“) in zwei Akten von Gioachino Rossini. Das Libretto verfasste Andrea Leone Tottola nach dem 1810 erschienenen Versepos The Lady of the Lake von Walter Scott. Die Uraufführung erfolgte am 24. September oder 24. Oktober 1819 im Teatro San Carlo in Neapel.
Der von dichten Wäldern bedeckte Berg Ben Ledi; zu seinen Füßen ein weites Tal, in dessen Mitte der Loch Katrine mit einer Holzbrücke
Szenen 1–3. Im Morgengrauen gehen Schäfer und Jäger am Ufer des Loch Katrine ihren gewohnten Tätigkeiten nach (Chor: „Del dì la messaggera“). Elena überquert den See und singt von ihrer Sehnsucht nach ihrer wahren Liebe, Malcolm (Cavatine: „Oh mattutini albori!“). Am Rande des Sees trifft Elena König Giacomo, der sich – in der Hoffnung, der schönen Elena zu begegnen – als Uberto verkleidet hat. Elena hält ihn für einen verirrten Jäger und bietet ihm Hilfe an. Giacomo ist einverstanden, und die beiden machen sich auf den Weg zu der Wohnung, in der sie mit ihrem verbannten Vater, dem einstigen Lord di Bothwel, Zuflucht gefunden hat (Duettino: „Scendi nel piccol legno“). Gleichzeitig sind die Männer in seinem Gefolge auf der Suche nach dem verkleideten König (Chor: „Uberto! Ah! dove t’ascondi?“).
Herberge von Douglas mit den Wappen seiner Vorfahren
Szenen 4–8. Nach der Ankunft in Elenas Vaterhaus bemerkt der König die Wappen ihrer Familie und erfährt, dass Elenas Vater Douglas d’Angus ist, sein ehemaliger Lehrer, der sich inzwischen jedoch gegen ihn verschworen hat. Elenas Freunde kommen, um ihre Verlobung zu besingen, die ihr Vater mit Rodrigo, dem Anführer eines Schottenstammes, den Hochländern, arrangiert hat (Chor: „D’Inibaca, donzella“). Uberto/Giacomo wird eifersüchtig (Duett: „Sei già sposa?“). Er entscheidet, dass Elena sich nicht mit Rodrigo verbinden soll („Le mie barbare vicende“) und lässt Elena und die ihren wissen, welche Aussichten er selbst ihnen offeriert („Cielo! in qual estasi“). Malcolm, der entschieden hat, sich den Hochländern anzuschließen, erscheint. Als er allein ist, singt er über seine Erinnerungen an Elena („Mura felici“ – „Elena! oh tu, ch’io chiamo“). Ungesehen belauscht Malcolm dann Elena, wie sie mit ihrem Vater über die bevorstehende Hochzeit mit Rodrigo sprechen. Douglas fordert seine Tochter erneut auf, der Eheschließung zuzustimmen (Arie: „Taci, lo voglio, e basti“). Nachdem Douglas abgetreten ist, versichern Malcolm und Elena einander ihre unsterbliche Hingabe (Duettino: „Vivere io non potrò“).
Weite Ebene, umgeben von hohen Bergen; in der Ferne ein anderer Teil des Sees
Szenen 9–10. Die Krieger der Hochländer begrüßen ihren Anführer Rodrigo (Chor: „Qual rapido torrente“). Rodrigo wünscht, seine zukünftige Braut zu sehen (Cavatine: „Eccomi a voi, miei prodi“). Sie kommt mit ihrem Vater. Douglas erinnert Elena an ihre Tochterpflichten und Rodrigo erklärt ihr seine Liebe. Malcolm kommt dazu und Rodrigo stellt ihm Elena als seine künftige Braut vor, mit der er sich verbinden will. Trotz Elenas Bemühungen, ihre Gefühle zu verbergen, bemerken sowohl Rodrigo als auch Douglas die Verbindung zwischen Malcolm und Elena. Serano berichtet von einem drohenden Angriff der Truppen des Königs. Rodrigo, Malcolm und die Krieger der Hochländer bereiten sich vor, den Kampf aufzunehmen („Su … amici! Guerrieri!“).
Dichtes Gehölz; auf einer Seite eine Grotte
Szenen 1–2. Uberto/Giacomo ist in der Hoffnung gekommen, Elena zu finden, und sie vor den drohenden Schlachten zu bewahren (Cavatine: „Oh fiamma soave“). Inzwischen bittet Elena Serano, ihren Vater zu suchen, bevor er in den Kampf zieht. Uberto/Giacomo nähert sich Elena und erklärt ihr seine Liebe. Sie bekennt, dass sie einen anderen liebt (Duett: „Alla ragion deh rieda“). Dennoch gibt Uberto Elena einen Ring und behauptet, er habe ihn vom König erhalten. Der Ring werde ihr in Zeiten der Gefahr helfen, vom König Hilfe zu erhalten. Uberto/Giacomo schickt sich an, fortzugehen, doch Rodrigo hat das vorherige Gespräch mit seiner Braut belauscht. Überwältigt von Wut und Eifersucht, befiehlt Rodrigo seinen Männern, diesen Fremden zu töten. Elena fleht Rodrigo Männer an, Uberto zu verschonen und es kommt dann nur zum Zweikampf zwischen Rodrigo und Uberto. Die beiden Männer lassen voneinander ab, doch Elena versucht vergeblich, die Situation zu befrieden (Terzett: „Io son la misera“).
Grotte
Szene 3. In einer Pause der Schlacht versucht Malcolm, Elena zu finden. Serano sagt ihm, dass sie zu ihrem Vater in den Palast des Königs unterwegs ist. Rodrigo wurde getötet und die Hochländer stehen vor der sicheren Niederlage. Malcolm erscheint im Palast, entschlossen, Elena aus der Gefahr zu retten, auch wenn das für ihn selbst gefährlich ist (Arie: „Ah si pera: ormai la morte“).
Zimmer im Palast von Stirling
Szenen 4–6. Im Palast bittet Douglas seinen ehemaligen Schüler König Giacomo um Vergebung, aber der König weigert sich. Inzwischen hat Elena Einlass in den Palast gefunden und zeigt den Ring von Uberto vor. Sie hofft, das Leben ihres Vaters, Malcolm und sogar Rodrigo, von dessen Tod noch nichts bekannt ist, zu retten. Im nächsten Raum hört sie Ubertos Stimme, der von seiner Liebe zu ihr („Aurora! ah sorgerai“) singt. Elena ist begeistert und gewinnt die Überzeugung, dass Uberto ihr helfen wird, mit dem König sprechen zu dürfen.
Szene 7. Am Königshof wird der König beim Betreten seines Thronsaals begrüßt (Chor: „Impogna il re“). Als Elena versucht, sich ihm zu nähern, erkennt sie, dass Uberto und König Giacomo dieselbe Person ist. Giacomo lässt sich erweichen und beschließt wegen seiner Zuneigung für Elena, sowohl Douglas als auch Malcolm zu vergeben. Elena freut sich, ihre Liebe zum Vater und ihre wahre Liebe zu Malcolm nie verdrängt zu haben, während alle anderen sich darüber freuen, dass der Frieden wiederhergestellt wurde (Rondò: „Tanti affetti in un momento“).
Die Orchesterbesetzung der Oper enthält die folgenden Instrumente:
Die Oper enthält die folgenden Musiknummern:
Erster Akt
Zweiter Akt
Mit ihren Naturszenen nimmt die Oper Elemente von Rossinis Spätwerk Guillaume Tell (1829) vorweg. Der Anfang orientiert sich eng an der Vorlage Scotts. Anstelle einer Ouvertüre gibt es eine sechzehn Takte lange Orchestereinleitung, in der die Landschaft der schottischen Highlands suggeriert wird. Es folgt der Hirtenchor „Del dì la messaggera“, zu dem im Hintergrund Hörner und Jagdgeräusche erklingen. Anschließend singt Elena ihre Cavatine „Oh mattutini albori“ – Richard Osborne zufolge eine der schlichtesten und lieblichsten Cavatinen Rossinis. Der eher statische zweite Akt fällt im Vergleich zum ersten qualitativ etwas ab. Der Musikkritiker Henry Chorley hielt ihn für wenig mehr als ein „Konzert im Kostüm“.
Weitere erwähnenswerte Musiknummern sind:
Nach der gefeierten Premiere seiner Oper Eduardo e Cristina am 24. April 1819 in Venedig reiste Rossini nach Neapel, um für das dortige Teatro San Carlo seine nächste Oper zu komponieren. Dessen Intendant hatte ursprünglich für die folgende Spielzeit Gaspare Spontini engagieren wollen. Dieser war jedoch nicht verfügbar, und so sprang Rossini ein, wie aus einer Mitteilung des Impresarios Domenico Barbaja an den Leiter der Königlichen Theater vom 24. Juli 1819 hervorgeht. Das Datum der Uraufführung wird in der Literatur unterschiedlich angegeben. Während Herbert Weinstock und Charles Osborne angeben, dass Rossini mit der Komposition pünktlich fertig wurde und die Oper wie geplant am 24. September 1819 aufgeführt werden konnte (dieses Datum nennen auch Wilhelm Keitel und Corago), schreibt Sabine Henze-Döhring in Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters von einem Monat Verzögerung und nennt ebenso wie Richard Osborne und Grove Music Online den 24. Oktober. Die Arie des Douglas „Taci, lo voglio“ (erster Akt, Szene 8) sowie fast alle Rezitative stammen von einem unbekannten Mitarbeiter.
La donna del lago ist die erste italienische Oper, die ein Werk von Walter Scott zur Vorlage hatte. Damit begründete sie eine Opernmode, während der bis zur Mitte des Jahrhunderts mehr als 25 weitere Werke entstanden. Auf die Idee zu dem Stoff kam Rossini wohl durch ein Gespräch mit Désiré-Alexandre Batton, der sich 1819 als Rompreisträger ebenfalls in Neapel aufhielt. Batton berichtete dem Rossini-Biographen Giuseppe Radiciotti später, dass er sich mit Rossini über mögliche Vorlagen für ihre nächsten Kompositionen unterhalten hatte. Er habe dabei Scotts Dichtung The Lady of the Lake erwähnt, die er kurz zuvor gelesen hatte. Rossini habe ihn daraufhin gebeten, ihm das Buch zu leihen. Schon zwei Tage später habe Rossini zu ihm gesagt: „Vielen Dank, mein Freund! Ich las das ganze Gedicht, und es gefällt mir sehr. Ich werde es sogleich Tottola übergeben.“
Bei der Uraufführung im Teatro San Carlo in Neapel sangen Giovanni David (Giacomo V), Michele Benedetti (Douglas D’Angus), Andrea Nozzari (Rodrigo di Dhu), Isabella Colbran (Elena), Rosmunda Pisaroni (Malcolm Groeme), Maria Manzi (Albina), Gaetano Chizzola (Serano) und Massimo Orlandini (Bertram). Die Premiere war kein großer Erfolg, da das Publikum eher eine Komposition im Stile von Ricciardo e Zoraide erwartet hatte. Radiciotti zufolge sei es „von der ungewöhnlichen Üppigkeit des Orchester- und Chorklanges, von der Lautstärke der Trompeten auf der Bühne, von den lyrischen und dann wieder epischen und dramatischen kunstvollen Nummern“ wie betäubt gewesen und erholte sich erst beim altmodischen Schlussrondo der Colbran wieder. Schon die zweite Aufführung, für die man die Anzahl der Trompeten halbierte, wurde besser aufgenommen, und von da an war die Oper sehr erfolgreich.
Giovanni David (Giacomo V)
Andrea Nozzari (Rodrigo di Dhu)
Isabella Colbran (Elena)
Rosmunda Pisaroni (Malcolm Groeme)
Neben vielen weiteren Aufführungen in italienischen Städten wurde die Oper u. a. 1821 in italienischer Sprache in Dresden und München gespielt, 1822 in Lissabon und in deutscher Sprache in Wien, am 18. Februar 1823 in London (italienisch), 1824 in Sankt Petersburg (deutsch) und am 7. September im Pariser Théâtre-Italien (italienisch, 1825 französisch), am 25. August 1829 in New York (französisch, 1833 italienisch) und 1831 in Berlin (deutsch).
Elena, Serano, Douglas
Giacomo V., Rodrigo
Albine, Bertram
Soldat, Hirte, Barde
Wie damals üblich, wurde die Oper für spätere Aufführungen jeweils angepasst. So wurde einer Aufführung am römischen Teatro Argentina am 23. Januar 1823 im zweiten Akt das Duett „Nel rivederti, o caro“ von Filippo Celli gesungen, das in der Folgezeit häufig in die Oper integriert wurde. Möglicherweise Rossini selbst ergänzte 1820 in Neapel im zweiten Akt Giacomos Arie „T’arrendi al mesto pianto“ aus Ermione. Auch diese wurde in mehreren Folgeinszenierungen in anderen Städten beibehalten.
Wenige Monate später nutzte Rossini Musik aus dem Finale in der letzten Szene von Bianca e Falliero. 1822 verwendete er in Venedig das Final-Rondò „Tanti affetti“, um den tragischen Schluss seiner Oper Maometto II durch ein glückliches Ende zu ersetzen. Am 30. Dezember 1846 wurde an der Opéra in Paris das Pasticcio Robert Bruce aufgeführt, das ursprünglich als französische Fassung von La donna del lago konzipiert war und mit Erlaubnis Rossinis von Louis Niedermeyer aus dieser und anderen Opern Rossinis zusammengestellt wurde.
Nach 1860 verschwand La donna del lago von den Spielplänen. Die erste Wiederaufnahme gab es 1958 in Florenz. Anschließend kam es 1969 in London, 1981 in Houston, 1983 in Pesaro, 1992 an der Mailänder Scala zu weiteren Aufführungen, ohne dass sich das Werk zunächst im Repertoire etablieren konnte. 2007 präsentierte das englische Festival Garsington Opera das Werk. 2010 kam die Oper im Grand Théâtre de Genève in einer Inszenierung von Christof Loy mit Joyce DiDonato in der Titelrolle heraus; die Koproduktion wurde 2012 am Theater an der Wien in einer veränderten Version mit Malena Ernmans Debüt in der Titelrolle aufgegriffen. Nun häuften sich die Aufführungen: ebenfalls 2010 an der Pariser Opéra Garnier, 2011 erneut an der Scala, 2013 wieder am Royal Opera House in London, an der Santa Fe Opera und konzertant in Pesaro. Im Februar 2015 erfolgte eine Inszenierung von Paul Curran an der Metropolitan Opera in New York City, wiederum mit Joyce DiDonato.
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