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Der Taucher, Op.50

Komponist: Kreutzer Conradin

Klavierauszug

"Der Taucher, Op.50" PDF 27Mb
Voices: 2 sopranos, tenor, 2 basses + mixed chorus (SSTTBB)
Orchestra
Wikipedia
Conradin Kreutzer (* 22. November 1780 in der Thalmühle bei Meßkirch im Fürstentum Fürstenberg; † 14. Dezember 1849 in Riga) war ein deutscher Musiker, Dirigent und Komponist. Er war wie Louis Spohr oder Albert Lortzing ein typischer Vertreter der Frühromantik und des musikalischen Biedermeier. Zu seinen bis heute bekannten Werken gehören die Oper Das Nachtlager in Granada und die Schauspielmusik zu Ferdinand Raimunds Verschwender (insbesondere das Hobellied).
Conradin Kreutzer kam 1789 in die Lateinschule der Benediktinerabtei Zwiefalten (wo er noch bei dem Komponisten Ernest Weinrauch Unterricht erhalten haben dürfte) und wechselte dann 1796 wegen der Kriegswirren in die Prämonstratenserabtei Schussenried, wo er noch den bedeutenden Organisten Wilhelm Hanser erlebte. Ab 1799 studierte er an der Universität Freiburg auf Wunsch seines Vaters Jura.
Nachdem sein Vater 1800 gestorben war, begann er seine musikalische Karriere. Er hatte bereits während seiner Schulzeit neben Klavier und Orgel auch Klarinette, Oboe und Violine zu spielen gelernt und wurde auch durch Unterricht in Gesang und Musiktheorie gefördert. Bereits in seiner Freiburger Zeit komponierte er eine kleine einaktige Oper mit dem Titel Die lächerliche Werbung, die er dort dann 1801 auch zusammen mit Studienkollegen aufführte.
Über Kreutzers Verbleib zwischen 1801 und 1804 ist nicht viel bekannt, er soll sich in dieser Zeit in der weiteren Umgebung seiner Heimatstadt Meßkirch, in der Schweiz und in Konstanz aufgehalten haben.
Im Sommer 1804 zog er nach Wien, wo er Kompositionsschüler des Domkapellmeisters von St. Stephan, Johann Georg Albrechtsberger, einem der Lehrer Beethovens, wurde. Durch den Besuch einer Aufführung von Salieris Oper Palmira, regina di Persia fühlte er sich zum Theaterkomponisten berufen. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich in Wien zunächst als Musiklehrer. In dieser Zeit schrieb er eine Reihe von Singspielen und Opern, darunter auch bereits die Erstfassung von Conradin von Schwaben. Zur Aufführung kamen Die zwei Worte (in Stuttgart 1808) sowie Jery und Bätely (in Wien 1810). Von 1810 bis 1812 reiste er unter anderem als Klavier- und Panmelodicon-Virtuose durch die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Belgien und die Niederlande, teils begleitet von Franz Leppich, dem Erfinder dieses halbmechanischen Instruments. Nachdem 1812 die erste Vertonung des Conradin kurz nach der Neueröffnung des Hoftheaters 1812 in Stuttgart uraufgeführt worden war, trat er als Nachfolger Franz Danzis die Stelle des Stuttgarter Hofkapellmeisters an, die er bis im Sommer 1816 innehatte. Nach längeren Aufenthalten in der Schweiz – seine erste Frau Anna Huber, mit der er die Tochter Cäcilie hatte, stammte aus Glattfelden – reiste er u. a. nach Leipzig und Berlin und ließ 1818 im Prager Ständetheater seine Oper Orestes erstmals aufführen.
Zwischen 1818 und 1821 hatte er die Position eines Kapellmeisters bei Karl Egon II. zu Fürstenberg am Hoftheater Donaueschingen, suchte aber wegen starker Isolation in der weit abgelegenen Provinz auf der Baar bald nach einer anderen Anstellung.
Nachdem seine Oper Libussa im Dezember 1822 am Kärntnertortheater in Wien mit großem Erfolg uraufgeführt worden war, erhielt er dort beim Impresario Domenico Barbaja die Stelle eines Kapellmeisters, die er bis 1827 bekleidete. Nach seinem zweiten Aufenthalt in Paris (1827) wurde er 1829 bis 1830 sowie von 1836 bis 1840 nochmals Kapellmeister an der Wiener Hofoper, wechselte aber für die Jahre 1833 bis 1836 an das Theater in der Josefstadt. In diese Zeit fallen seine wichtigsten musikdramatischen Produktionen wie Melusina (Berlin 1833, Uraufführung im Königsstädtischen Theater, Wiener Erstaufführung 1835), Das Nachtlager in Granada (1834) und die Musik zu Ferdinand Raimunds „Original-Zaubermärchen“ Der Verschwender. Anschließend ging Kreutzer an das nun von Balochino und Merelli gepachtete Kärntnertortheater zurück, wo er nicht nur eigene Werke herausbrachte, sondern das ganze internationale Repertoire einstudierte und als Dirigent vielfach auch die Vorstellungen mit italienischen Solisten leitete.
1840 verließ Kreutzer Wien und begleitete seine ältere Tochter, die Sopranistin Cäcilie, auf deren Gastspielreisen nach Braunschweig und mehrere andere Theater. Seine letzte feste Stelle hatte er von 1840 bis 1842 als städtischer Musikdirektor zu Köln. Um 1842 verlieh ihm die Leipziger Universitäts-Sängerschaft zu St. Pauli die Ehrenmitgliedschaft. 1842 verließ er Köln und begleitete diesmal seine jüngere Tochter Marie (aus der Ehe mit Anna geb. Speil von Ostheim, 1802–1886), die ebenfalls Sängerin war, auf deren Gastspielreisen. Er dirigierte unter anderem in Mainz, Wiesbaden, Paris, Hamburg, Graz, Prag und Belgien und rechnete neuerlich mit Anstellungen in Stuttgart oder Wien.
Er hielt sich in dieser Zeit in verschiedenen Städten auf, so unter anderem in Frankfurt (Oder), Graz, Detmold und Riga. Nachdem Kreutzer während des Aufenthaltes in Riga, wo er kaum mehr dirigierte und überwiegend als Musiklehrer tätig war, von der Entlassung seiner Tochter wegen einer misslungenen Aufführung erfahren hatte, erlitt er einen Hirnschlag und starb wenige Tage später. Sein Grab befindet sich in der Maskavas forštate (deutsch Moskauer Vorstadt) bei der St.-Franziskus-Kirche.
Kreutzers Schaffen erstreckte sich auf verschiedene Genres der Musik: Er schuf rund 50 Bühnenwerke, Werke für Kammermusik, Kirchenmusik und Lieder. In der breiten Bevölkerung waren seine Chorkompositionen, vor allem für Männerchor, in denen er vielfach Gedichte von Ludwig Uhland vertonte, ausgesprochen verbreitet. Neben seinem Interesse für Leppichs Panmelodicon ist auch jenes für Carl und Martin Blessings Orchestrion hervorzuheben, für den er zahlreiche Arrangements schuf.
In seiner Wiener Zeit entstanden unter anderem die Opern Libussa, Cordelia (zunächst unter dem Titel Adele von Budoy für Anna Pauline Milder-Hauptmann, dann für Wilhelmine Schröder-Devrient umgearbeitet), Melusina (1833 nach einem Text, den Franz Grillparzer ursprünglich für Beethoven geschrieben hatte), Das Nachtlager in Granada (1834) sowie die Schauspielmusik zu Raimunds Der Verschwender (1833), in dem das ebenso berühmte wie populäre Hobellied vorkommt. Seine übrigen Opern sind weitgehend vergessen.
Zu Kreutzers Schülern gehörte u. a. Josef Wurda.
Seine Bedeutung im frühen 19. Jahrhundert wird in Gustav Schillings Encyclopädie der gesamten musikalischen Wissenschaft von 1837 so beschrieben:
„Als Componist steht er in der Reihe der Beliebtesten seiner Zeitgenossen. Er weiß die Melodik des italienischen Styles mit französischer Eleganz und deutscher Kraft zu vereinen. Gesang ist immerdar der alles umschliengende Zaubergürtel, der eben sowohl in seinen reizenden Cantilenen als vielstimmigen Combinationen sich entfaltet.“
Im Musikalischen Conversations-Lexikon von 1876 wird er noch als „der gefeierte Liebling der Nation“ bezeichnet, dessen Stärke „die ansprechende, liebenswürdige und vor allem sehr sangbare Melodie“ sei.
Bereits in Meyers Konversationslexikon von 1888 wird darauf hingewiesen, dass schon damals nur noch wenige seiner 30 Opern bekannt waren:
„Von seinen zahlreichen Bühnenwerken, denen es zwar nicht an Grazie und Innigkeit, jedoch an Tiefe und dramatischer Wirksamkeit fehlt, haben nur das Nachtlager zu Granada (1834 für das Josephstädter Theater in Wien geschrieben) und die Musik zu Raimunds Verschwender ihre Anziehungskraft bis zur Gegenwart bewahrt; seine lyrischen Arbeiten dagegen, namentlich die Chöre für Männergesang, sind noch heute in großer Anzahl verbreitet und Lieblingsstücke der betreffenden Kreise.“
Im heutigen Musikbetrieb kennt man Conradin Kreutzer vornehmlich als Verfasser einzelner Melodien aus einigen seiner Opern. Vor allem der Abendchor aus dem Nachtlager in Granada oder einige seiner Männerchöre und Lieder sind bekannt. Auch kammermusikalische Werke aus seiner Feder werden hie und da aufgeführt.
Seit 1998 vergibt das Land Baden-Württemberg die nach ihm benannte Conradin-Kreutzer-Tafel für Verdienste um die Pflege der Laienmusik.
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