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Arie: Son la vecchia Madelon

Komponist: Giordano Umberto

Oper: Andrea Chénier

Rolle: Madelon (Mezzo)

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Tutti, innanzi alla vecchia, lasciano il passo. È una cieca, che, appoggiata alle spalle di un fanciullo di quindici anni, si avvicina lentamente alla tavola mutata in altare della patria.

MADELON
Son la vecchia Madelon.
Mio figlio è morto; avea nome Roger;
morì alla presa della Bastiglia;
il primo suo figlio ebbe a Valmy
galloni e sepoltura.
Ancora pochi giorni, e io pur morrò.
spinge dolcemente innanzi a sè il fanciullo, presentandolo
È il figlio di Roger.
L'ultimo figlio, l'ultima goccia
del mio vecchio sangue.
Prendetelo!
Non dite che è un fanciullo.
È forte... Può combattere
e morire!
In sì barbara sciagura. Arsace. Semiramide. RossiniDi tanti palpiti. Tancredi. Tancredi. RossiniPer tutto il timore perigli m'addita. Valentiniano. Ezio. HändelÉ amore un ladroncello. Dorabella. Così fan tutte. MozartAll'afflitto è dolce il pianto. Sara, Duchess of Nottingham. Roberto Devereux. DonizettiVorrei poterti amar il cor ti vorrei dar. Medoro. Orlando. HändelChi è nato alle sventure. Trasimede. Admeto. HändelGerechter Gott!. Adriano. Rienzi. WagnerLe vincende della sorte hanno sempre un novo aspetto. Demetrio. Berenice. HändelNel suo sangue, e nel tuo pianto. Matilda. Ottone. Händel
Wikipedia
Andrea Chénier ist eine 1896 uraufgeführte Oper in vier Akten des italienischen Komponisten Umberto Giordano. Das Libretto verfasste Luigi Illica, der später mehrfach für Giacomo Puccini als Librettist tätig war. Gelegentlich wird Andrea Chénier auch als musikalisches Drama bezeichnet. Im Mittelpunkt des dem Verismo zugerechneten Werkes steht die tragische Figur des französischen Dichters André Chénier, der 1794 in Paris mit 31 Jahren auf der Guillotine endete.
Die Handlung der Oper spielt zur Zeit der Französischen Revolution und der Schreckensherrschaft der Jakobiner in und um Paris. Sie ist weitgehend frei erfunden und beruht nur in geringem Umfang auf bekannten Fakten aus der Biografie Chéniers.
Der Dichter Andrea Chénier, der Hauptakteur, begegnet dem Hörer zum ersten Mal inmitten einer Adelsgesellschaft im Haus der Gräfin von Coigny auf dem Land. Obwohl er gegen den Adel und dessen dekadenten Lebensstil eingestellt ist, nimmt er an dieser Gesellschaft teil. Als er dazu aufgefordert wird, einige seiner Gedichte vorzutragen, weigert er sich charmant und wird erst durch spöttische Bemerkungen der jungen Grafentochter Madeleine dazu gebracht, einige Verse zu rezitieren. In diesen übt er harsche Kritik am Adel und dessen Lebensweise. Überraschenderweise empfindet Madeleine ebenso und ergreift die Partei des Dichters. In diese Situation platzt der Sohn des Gärtners, Charles Gérard – der Gegenspieler Chéniers, mit einigen hungrigen armen Leuten hinein. Gérard, der von den Ideen der Revolution bereits sehr überzeugt ist und den Adel – bis auf Madeleine – hasst, wird zurückgedrängt und muss aus dem Dienst ausscheiden.
Andrea Chénier befindet sich nun in Paris und sieht sich und alle Pariser von Spionen, die im Dienste der Revolution stehen, beobachtet. Seine adelskritischen Werke haben ihn zu einem Mann gemacht, der von den Revolutionären gefeiert wurde. Doch die Zeiten haben sich geändert und mittlerweile wird er kritisch wegen seiner Beziehungen zum Adel betrachtet und gerät mehr und mehr unter Verdacht, nicht mehr voll hinter den Ideen der Revolution zu stehen. Sein Freund Roucher rät ihm zur Flucht. Doch halten ihn die geheimnisvollen Liebesbriefe einer Unbekannten, die sich als Madeleine entpuppt, davon ab, zu fliehen. Es kommt zu einer Liebesszene, die von einem Spitzel (Un Incredibile) beobachtet wird.
Der Spitzel benachrichtigt Gérard, der mittlerweile zum Sekretär der Revolution aufgestiegen ist. Zwischen Gérard und Chénier kommt es zu einem Duell, bei dem Gérard schwer verwundet zusammenbricht.
Gérard ist wieder genesen, hat Chénier verhaften und vor Gericht stellen lassen. Im Sitzungssaal des Revolutionstribunals taucht Madeleine auf, um ihn zu retten. Gérard erkennt Madeleine und fühlt, wie seine Liebe zu ihr wieder aufflammt und stärker wird. Als Preis für Chéniers Rettung fordert er Madeleine und sie willigt aus Liebe zu Chénier ein. Sie hält eine ergreifende Rede über ihr Schicksal während der Revolution. Diese und ihre Bereitwilligkeit, „sich zu opfern“, lassen Gérard seine Einstellung zu Chénier ändern. Chénier verteidigt sich glänzend vor dem Ankläger Fouquier-Tinville. Gérard tritt für Chénier ein und spricht sich gegen das Todesurteil aus. Dennoch kann er nicht verhindern, dass Andrea Chénier zur Guillotine verurteilt wird. Das Volk will es so.
Im Gefängnis von St. Lazare verbringt Chénier seine letzten Stunden, wo er seinem Freund Roucher seine letzten Verse vorträgt. Madeleine fasst derweil den Entschluss, mit dem Mann, den sie liebt, zu sterben. Sie besticht den Gefängniswärter und besteigt an Stelle einer verurteilten Delinquentin zusammen mit Chénier den Karren, der sie zum Schafott bringt. Die beiden Liebenden sind glücklich, gemeinsam in den Tod zu gehen. Gérard versucht, eine Begnadigung zu erwirken, doch es ist zu spät. Madeleine und Andrea sind im Tode vereint.
Andrea Chénier entstand in den Jahren 1894–95. Luigi Illica verfasste das Libretto zunächst für den Komponisten Alberto Franchetti, der dieses später aber an Giordano abtrat.
Die Oper wurde am 28. März 1896 in der Mailänder Scala uraufgeführt. Weitere Aufführungen folgten, so bereits 1896 in New York City und am 28. Januar 1897 in Breslau. In Breslau wurde die Oper in der Textfassung von Max Kalbeck auf deutsch aufgeführt, ebenso in Hamburg am 5. Februar 1897 unter der Leitung von Gustav Mahler. Andrea Chénier wurde bis 1909 unter anderem auch ins Französische, Tschechische, Ungarische, Schwedische und Englische übersetzt. Auf Englisch wurde die Oper allerdings erst 1903 in Manchester und London inszeniert.
In Thomas Bernhards vorletztem, 1987 erschienenen Theaterstück Elisabeth II. wird die Oper Giordanos erwähnt (Elisabeth II. Frankfurt/Main 1987, S. 29). Der Protagonist Herrenstein reagiert eher abfällig auf die Oper.
Die Arie La mamma morta aus dem dritten Akt ist zentraler Bestandteil einer Szene des Films Philadelphia (1993). Die Arie (gesungen von Maria Callas) wird von dem homosexuellen und an AIDS erkrankten Anwalt und Opernliebhaber (gespielt von Tom Hanks) seinem Rechtsanwalt (gespielt von Denzel Washington) mit Kommentaren vorgespielt.
In Alain Claude Sulzers Roman Zur falschen Zeit (2010) lief 1954 eine Schallplattenaufnahme mit Beniamino Gigli und Maria Caniglia zum Doppelselbstmord der Protagonisten.