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Arie: Épouse quelque brave fille

Komponist: Massenet Jules

Oper: Manon

Rolle: Le Comte des Grieux (Bass)

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LE COMTE
Les grands mots que voilà!
Quelle route as-tu donc suivie,
et que sais-tu de cette vie
pour penser qu'elle finit là?
Épouse quelque brave fille,
digne de nous, digne de toi,
deviens un père de famille
ni pire, ni meilleur que moi.
Le ciel n'en veut pas davantage,
c'est là le devoir, entends-tu?
C'est là le devoir!
La vertu qui fait du tapage
n'est déjà plus de la vertu!
Épouse quelque brave fille, etc.

DES GRIEUX
Rien ne peut m'empêcher
de prononcer mes vux!

LE COMTE
C'est dit, alors?

DES GRIEUX
Je le veux!

LE COMTE
Soit! Je franchirai donc seul cette grille, et
vais leur annoncer là-bas qu'ils ont un saint
dans la famille. J'en sais beaucoup qui ne
me croiront pas!

DES GRIEUX
Ne raillez pas, Monsieur, je vous en prie!

LE COMTE
Un mot encore! Comme il n'est pas certain
que l'on te donne ici, du jour au lendemain,
un bénéfice, une abbaye, je vais dès ce soir
t'envoyer trente mille livres...

DES GRIEUX
Mon père

LE COMTE
C'est à toi, c'est ta part sur le bien de ta mère.
Et maintenant adieu, mon fils.

DES GRIEUX
Adieu, mon père!

LE COMTE
Adieu... reste à prier!
Il sort.
Du côté de la barbe. Pandolfe. Cendrillon. MassenetNun hört, und versteht mich recht! (Pogner's Address). Veit Pogner. Die Meistersinger von Nürnberg. WagnerMiei rampolli femminini. Don Magnifico. La Cenerentola. RossiniDell' empia Cipro il popolo. Mocenigo. Caterina Cornaro. DonizettiMa quando un suon terrible. Pagano. I Lombardi alla prima crociata. VerdiLyubvi fse vozrastï pokornï (Prince Gremin's Aria). Prince Gremin. Eugen Onegin. TschaikowskiGià risonar d'intorno al campidoglio io sento. Varo. Ezio. HändelPresso ad occhi esperti già nei ministri. Fenice. Deidamia. HändelNon più andrai farfallone amoroso. Figaro. Le nozze di Figaro. MozartAmor è un tiranno, che ai sensi fà guerra. Ercole. Admeto. Händel
Wikipedia
Massenet bei einer Probe von Manon mit der Sopranistin Sibyl Sanderson
Manon ist eine Opéra-comique in fünf Akten von Jules Massenet. Das Libretto stammt von Henri Meilhac und Philippe Gille nach dem Roman Histoire du Chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut (1731) des Abbé Prévost. Die Uraufführung fand am 19. Januar 1884 an der Opéra-Comique in Paris statt.
In einem Gasthof in Amiens, wo die Postkutsche nach Paris anhält, kehren der Roué Guillot und von Brétigny mit drei jungen Freundinnen ein. Die Gäste haben Hunger und Durst. Als die Postkutsche eintrifft, versammeln sich Neugierige, darunter auch der Soldat Lescaut, der seine Cousine Manon, ein junges Mädchen aus der Provinz, abholen soll. Sie soll ins Kloster gebracht werden, doch der Soldat Lescaut ist mehr am Kartenspiel interessiert als daran, seine hübsche Cousine zu beaufsichtigen. Während sie auf ihren Cousin wartet, muss sich Manon aber nicht nur eindeutiger Angebote von reichen Herren wie Guillot de Morfontaine und Monsieur de Brétigny erwehren, sondern lernt auch den jungen Chevalier Des Grieux kennen, der sich auf den ersten Blick in sie verliebt. Mit Des Grieux ist schnell ein Entschluss gefasst: Gemeinsam fliehen und ein neues Leben in Paris beginnen, das nur aus Liebe und Vergnügen bestehen wird!
In ihrer Pariser Wohnung lesen Des Grieux und Manon den Brief, mit dem Des Grieux seinen Vater um Einwilligung zur Hochzeit bitten will. Die beiden werden jedoch von Lescaut und De Brétigny aufgesucht: Lescaut zeigt sich empört wegen der verletzten Familienehre, lässt sich aber nicht zuletzt durch den Brief von der aufrichtigen Absicht Des Grieux’ überzeugen, Manon heiraten zu wollen. In der Zwischenzeit bietet ihr De Brétigny für ihre Liebe Reichtum und Glanz an, wenn sie nur zulasse, dass ihr Geliebter auf Befehl des Vaters gewaltsam von ihr weggeholt werde. Schweren Herzens nimmt Manon Abschied vom gemeinsamen Leben mit Des Grieux und lässt die Entführung geschehen.
Erstes Bild
Ein Volksfest auf dem Cours-la-Reine in Paris bietet Manon Gelegenheit für einen glanzvollen Auftritt: Sie ist die Schönste und lebt nur für den Augenblick. Selbst der aus der Provinz angereiste Graf Des Grieux, der Vater des ehemaligen Geliebten Manons, muss gestehen, dass er ihren Reizen verfallen könnte. Manon zu Ehren gibt das Ballett der Oper eine öffentliche Vorstellung. Vom Grafen Des Grieux erfährt Manon dabei, dass sein Sohn in Kürze die Priesterweihe empfangen soll, doch Manon will nicht glauben, der junge Des Grieux könne sie vergessen haben, und macht sich auf ins Priesterseminar.
Zweites Bild
Im Priesterseminar von Saint-Sulpice wird der Chevalier Des Grieux für seine Predigerbegabung bewundert. Sein Vater versucht ein letztes Mal, den Sohn zu einer angemessenen Heirat zu überreden, doch vergeblich. Der junge Des Grieux schickt ihn fort: Er will sein Leben Gott weihen und so die Erinnerung an die Geliebte besiegen. Da taucht Manon auf, sie bittet Gott um Beistand und fleht Des Grieux um Vergebung an. Am Ende kann der Chevalier ihren Zärtlichkeiten nicht länger widerstehen und liiert sich mit ihr aufs Neue.
Manons Luxusbedürfnis verschlingt große Summen. Im Spielsalon des Hotels Transsilvanien zwingt Manon den Chevalier dazu, sein Glück im Spiel zu wagen, um wieder zu Geld zu kommen. Des Grieux spielt schließlich gegen Guillot und gewinnt tatsächlich immerzu, weshalb Guillot ihn des Falschspiels bezichtigt und wütend den Saal verlässt, um kurz darauf nicht nur mit der Polizei, sondern auch mit dem Vater Des Grieux’ zurückzukommen. Zum Schein wird der junge Des Grieux in Arrest genommen, während Manon als seine Komplizin jedoch tatsächlich verhaftet wird, um ins Frauengefängnis gebracht zu werden.
Des Grieux wartet in Begleitung Lescauts an der Landstraße nach Paris auf die zur Deportation verurteilten Mädchen, unter ihnen Manon, um sie zu befreien. Die angeheuerten Leute haben sie jedoch bereits im Stich gelassen, sodass gewaltsame Befreiungsversuche zwecklos erscheinen. Mit dem letzten Geld besticht Lescaut den Sergeanten, und die im Gefängnis tödlich erkrankte Manon wird für kurze Zeit freigelassen. Ein Mann bleibt zur Bewachung Manons zurück. Noch ein Mal finden so die Liebenden zusammen. Manon bereut ihre Sünden und bittet den Geliebten um Vergebung. Sie erinnert ihn an ihre gemeinsame Geschichte, an ihr Glück und ihre Zärtlichkeit und stirbt in seinen Armen.
Die Oper ist in einer durchkomponierten musikalischen Großform mit einem kurzen Vorspiel angelegt. Eine aus unscheinbaren Motiven entwickelte Melodik, rasche Stimmungswechsel, die auch noch innerhalb einer einzelnen Nummer die Fragilität jeglicher Empfindung illustrieren, und eine sensible Kommentierung seelischer Vorgänge durch das Orchester kennzeichnen die Musik, wobei Massenet zwar (noch) nicht das Leitmotiv in der Art von Richard Wagner einsetzt, aber dennoch wiederkehrende musikalische Wendungen gebraucht, die das Publikum mit bestimmten Figuren und Situationen identifiziert. Die Oper baut sich aus musikalischen Szenen auf, die in sich wiederum häufig geschlossene Gebilde bergen. Die für das Genre der Opéra-comique typische Verwendung des gesprochenen Dialogs zwischen den musikalischen Nummern ist abgewandelt, indem Massenet statt reiner Dialoge vielfältige Möglichkeiten des Melodrams erprobt, also eine Figur zu einer Musik des Orchesters sprechen lässt, die dem Text erst Expressivität verleiht.
Die Orchesterbesetzung der Oper enthält die folgenden Instrumente:
Massenet begann im Jahr 1881, sich mit Manon zu beschäftigen. Die Uraufführung erfolgte am 19. Januar 1884 an der Opéra-Comique in Paris mit der Sopranistin Marie Heilbron in der Titelrolle. Die Oper rief von Beginn an Anerkennung hervor.
Daniel-François-Esprit Auber (Manon Lescaut, 1856) und Giacomo Puccini (Manon Lescaut, 1893) haben in ihren Opern dieselbe Vorlage verarbeitet. Puccinis Version verdrängte die Oper von Massenet vorübergehend von den Spielplänen der Opernhäuser. Eine weitere Bearbeitung des Stoffes schuf Hans Werner Henze mit der Oper Boulevard Solitude.
Inzwischen gehört Massenets Oper Manon zu den meistgespielten Werken der französischen Musikliteratur.