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Arie: Madre, pietosa Vergine

Komponist: Verdi Giuseppe

Oper: La forza del destino

Rolle: Leonora (Sopran)

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LEONORA
Cade in ginocchio
Madre, pietosa Vergine,
Perdona al mio peccato,
M'aita quel ingrato
Dal core a cancellar.
In queste solitudini
Espierò l'errore,
Pietà di me, Signore.
Deh, non m'abbandonar!
L'organo accompagna il canto mattutino dei frati
Ah, quei sublimi cantici,
Si alza
Dell'organo i concenti,
Che come incenso ascendono
A Dio sui firmamenti,
inspirano a quest'alma
Fede, conforto e calma!

CORO DEI FRATI
interno
Venite, adoremus et procedamus ante Deum,
Ploremus, ploremus coram Domino, coram
Domino qui fecit nos.

LEONORA
S'avvia
Al santo asilo accorrasi.
E l'oserò a quest'ora?
Alcun potria sorprendermi!
O misera Leonora, tremi?
Il pio frate accoglierti no, non ricuserà.
Non mi lasciar, soccorrimi, pietà Signor, pietà!
Deh, non m'abbandonar!

FRATI
Ploremus, ploremus coram Domino qui fecit nos.

Morrò, ma prima in grazia. Amelia. Un ballo in maschera. VerdiTu del mio Carlo al seno. Amalia. I masnadieri. VerdiNell'ora soave. Maria Boccanegra. Simon Boccanegra. VerdiNon so le tetre immagini. Medora. Il corsaro. VerdiLo sguardo avea degli angeli. Amalia. I masnadieri. VerdiTutto sprezzo che d'Ernani. Elvira. Ernani. VerdiCome in quest'ora bruna. Maria Boccanegra (Amelia?). Simon Boccanegra. VerdiVola talor dal carcere. Gulnara. Il corsaro. VerdiTu puniscimi, O Signore. Luisa Miller. Luisa Miller. VerdiPace, pace mio Dio!. Leonora. La forza del destino. Verdi
Wikipedia
Poster von Charles Lecocq, um 1870
La forza del destino (deutsch: Die Macht des Schicksals) ist eine Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi (Musik) und Francesco Maria Piave (Libretto), uraufgeführt am 29. Oktober/ 10. November 1862 im Bolschoi-Theater Sankt Petersburg. Antonio Ghislanzoni schrieb eine Neufassung des Librettos. In dieser Form wurde die Oper am 27. Februar 1869 in der Mailänder Scala zum ersten Mal gespielt. Bekanntestes Element der musikalischen Gestaltung ist ein „Schicksalsmotiv“, das sich von der Ouvertüre an wie ein Leitfaden durch das Werk zieht.
Ein mit Damast tapezierter Saal
Leonora de Vargas erwartet nachts ihren Geliebten Don Alvaro, einen jungen Mestizen, um mit ihm zu fliehen und in ihrer Liebe glücklich zu leben. Doch als Alvaro erscheint, betritt auch ihr Vater, der Marchese von Calatrava, das Zimmer, beleidigt den Mestizen aufs heftigste und bedroht ihn. Um sich zu verteidigen, zieht Alvaro eine Pistole, besinnt sich jedoch und wirft sie auf den Boden, um den Streit beizulegen. Beim Aufprall aber löst sich ein Schuss und trifft den Marchese tödlich. Sterbend verflucht er seine Tochter. Leonora und Alvaro müssen fliehen, sie verlieren sich aus den Augen.
Große Küche im Erdgeschoss eines Gasthauses
Leonoras Bruder, Don Carlo de Vargas, hat vom Tode seines Vaters erfahren. In Unkenntnis über den wahren Hergang, ist er überzeugt, dass seine Schwester und deren Liebhaber den Vater gemeinsam ermordet haben, um fliehen zu können. Voller Schmerz und Zorn hat er nur noch eines im Sinn: Leonora und den Mestizen zu töten und so den Vater zu rächen.
In einem Dorfgasthaus auf dem Lande kommt das Volk der Gegend zusammen, um gemeinsam den Abend zu verbringen. Don Carlo hat sich als Student ausgegeben und sich unter die Leute gemischt: er ist der Spur seiner Schwester bis hierher gefolgt, welche sich tatsächlich, verkleidet als Mann, in der Schenke verborgen hält. Dort erblickt Leonora ihren Bruder, bevor dieser sie entdeckt, und es gelingt ihr abermals die Flucht.
Da erscheint Preziosilla, eine junge Zigeunerin, um Freiwillige für einen Krieg gegen die Deutschen anzuwerben; die Kämpfe finden in Norditalien statt, und jedem Teilnehmer sei Ruhm, Ehre und Glück beschieden. Voller Begeisterung entschließen sich alle, in den Kampf zu ziehen, einschließlich Don Carlo; er glaubt, die Spur seiner Schwester endgültig verloren zu haben, und will in der Fremde ein neues Leben beginnen. Auf Fragen des Landvolkes, wer er sei, erzählt er seine Leidensgeschichte, wenn auch in verfremdeter Form, um nicht erkannt zu werden.
Die Kirche Madonna degli Angeli
Leonora sucht den letzten Ausweg in einem Kloster; doch will sie nicht als Nonne leben, sondern als einsame Einsiedlerin ihre „Schuld“ büßen. Sie sucht ein Franziskanerkloster auf. Nachdem der misstrauische Bruder Melitone ihr Einlass gewährt hat, beichtet sie dem strengen, doch gütigen Pater Guardian (so heißt der Vorsteher eines Franziskanerklosters) ihre Geschichte; einzig ihm gibt sie sich als Frau zu erkennen und fleht ihn an, sie bei sich aufzunehmen. Erschüttert und gerührt ist der Guardian einverstanden, sie der Einsiedelei unweit des Klosters zuzuweisen; sie darf aber für den Rest ihres Lebens diese nicht mehr verlassen. Er ruft alle Brüder herbei, und feierlich schwören diese, das Geheimnis auf ewig zu wahren; jeden, der es frevelhaft brechen würde, soll die Rache des Himmels furchtbar treffen – ein Fluch, der sich am Ende der Oper grausam bewahrheiten soll.
Wald
Aus Verzweiflung, da er Leonore für tot hält, wurde Alvaro Soldat. Wegen seiner großen Tapferkeit wurde er zum Hauptmann befördert. In der Nähe eines Kriegslagers rettet er, ohne ihn zu erkennen, Don Carlo bei einem Überfall das Leben. Beide schwören sich ewige Freundschaft. In der Schlacht wird Alvaro verwundet. Don Carlo soll für den Freund ein versiegeltes Päckchen mit Briefen ins Feuer werfen. Als er das tun will, fällt das Bild seiner Schwester Leonora aus diesem Päckchen.
Empfangsraum der Wohnung eines höheren Offiziers
Als Alvaro wieder genesen ist, wird er von Don Carlo zum Zweikampf aufgefordert, den er zunächst verweigert. Als er hört, dass Leonora lebt und Don Carlo sie nur sucht, um sie dann zu töten, greift Alvaro zur Waffe. Die Kämpfenden werden getrennt. Daraufhin geht Alvaro ins Kloster.
Militärlager bei Velletri
Vor dem Lager bieten sich Marketenderinnen den Soldaten an. Als Fra Melitone vorbeikommt und über deren Sünden predigt, wird dieser vertrieben. Preziosilla ergreift eine Militärtrommel und stimmt das kriegerische Rataplan an.
Kloster der Madonna degli Angeli
Vor einem Kloster streitet eine hungrige Menge mit dem Fra Melitone. Da erscheint Don Carlo und will mit Alvaro sprechen. Sobald er diesen sieht, beleidigt er ihn aufs heftigste, als aber Alvaro keine Reaktion zeigt, schlägt Don Carlo ihn ins Gesicht. Daraufhin ergreift Alvaro den Degen, und die Freundesfeinde schreiten zum Kampf.
Tal zwischen unzugänglichen Felsen
In der Klause betet Leonora für einen bald eintretenden Tod. Als sie Geräusche hört, schließt sie sich ein und läutet die Glocke. Da erscheinen Alvaro und Don Carlo im Zweikampf. Carlo wird tödlich verwundet und bleibt liegen. Alvaro nähert sich der Klause und klopft. Seine Überraschung ist groß, als er Leonora erkennt, die die Tür öffnet. Traurig geht sie zu dem verwundeten Bruder. Der aber sticht sie mit dem letzten Atemzuge nieder. In den Armen ihres geliebten Alvaro und des herbeigeeilten Guardians haucht Leonora ihr Leben aus. Durch die tröstenden Worte des Guardians kann sich Alvaro mit dem Schicksal abfinden, alleine weiterleben zu müssen. (Nach der Petersburger Erstfassung stürzt sich Alvaro von einem Felsen in den Tod.)
Es gibt verschiedene Unterteilungen der Akte in Szenen, Nummern und ähnliches. Die folgenden Nummern zu der Fassung von 1869 stammen aus dem Klavierauszug des Herausgebers Léon Escudier, Paris (keine Jahresangabe, vermutlich ca. 1870). Die entsprechenden Nummern in der Fassung von 1862 sind, falls anders, in Klammern angefügt.
Erklärungen zu den Nummern:
Die Orchesterbesetzung der Oper enthält die folgenden Instrumente:
Ende des Jahres 1860 wurde Verdi für den Wahlkreis Busseto – Borgo San Donnino in das neue Parlament gewählt. Als im Februar 1861 der erste König von Italien, Viktor Emanuel II., proklamiert wurde, war er zugegen und gab sein Votum ab, als am 15. März der neue Staat konstituiert wurde. Doch bald schon war er des Politikerlebens überdrüssig.
Schon während seiner politischen Aktivitäten bekam er Post von dem römischen Sänger Enrico Tamberlick, der an der Oper von Petersburg ein Gastspiel gab. Im Auftrag der Operndirektion bat er Verdi, für Petersburg eine Oper zu schreiben. Verdi überlegte nicht lange und sagte zu.
Zunächst gedachte er eine Oper namens Ruy Blas nach einer Vorlage von Victor Hugo zu schreiben, was in Petersburg jedoch auf Ablehnung stieß. Andere Themen wurden diskutiert, aber Verdi konnte sich nicht entscheiden. Kurz darauf verstarb sein Freund und Politikerkollege Camillo Conte di Cavour, was Verdi bewog, seine politische Laufbahn endgültig zu beenden. Für Petersburg entschied er sich sodann für ein neues Thema: La forza del destino sollte die Oper nach der Vorlage Don Álvaro o la fuerza del sino (1835) des spanischen Herzogs, Schriftstellers und Politikers Ángel de Saavedra, Duque de Rivas (1791–1865), heißen. Das Libretto schrieb der inzwischen verarmte Francesco Maria Piave, der zum achten und letzten Mal als Librettist für Verdi zur Feder griff. Im August des Jahres 1861 begann Verdi die Komposition, und im November war die Oper fertig.
Am 6. Dezember 1861 kamen Verdi und seine Frau Giuseppina Strepponi in Petersburg an, um die Uraufführung vorzubereiten. Sie reisten allerdings im Februar 1862 wieder ab, da nicht alles nach den Wünschen Verdis realisiert werden konnte. Es folgte eine Reise nach London, wo Verdi für die Weltausstellung die Hymne der Nationen (Inno delle nazioni) auf einen Text des jungen Arrigo Boito komponierte, danach ein kurzer Aufenthalt in Italien, bevor es im September 1862 wieder zurück nach Petersburg ging. Nachdem die Rollen endlich gemäß Verdis Wünschen besetzt werden konnten, kam es am 29. Oktober/ 10. November 1862 zur Uraufführung.
Verdi beabsichtigte, die neue italienische Oper in Petersburg hoffähig zu machen. In Russland herrschten zwei musikalische Richtungen. Die eine war die nationalrussische Richtung um Modest Mussorgski und seine Freunde, die andere war eine nach Deutschland tendierende Richtung, die sich dem aufkommenden Wagnerischen Musikdrama zuwendete. Beide Richtungen lehnten Verdi ab und schlossen sich zusammen, um die italienische Oper zu diskreditieren. Umso überraschender war es, dass La forza del destino mit ungewöhnlicher und überschäumender Begeisterung in Petersburg aufgenommen wurde.
Verdi genoss den Erfolg, der ihm jedoch nicht den Blick auf die Schwächen der Oper verstellte. Die Erstaufführung in Italien unter dem Namen Don Alvaro stand aufgrund von Fehlbesetzungen unter keinem guten Stern und fiel beim Publikum durch. Im Herbst 1863 schrieb Verdi an Piave, dass das Werk eine Häufung von Unglücksfällen und Unwahrscheinlichkeiten sei und die Hauptpersonen Leonora und Alvaro kein Schicksal hätten, so dass man daran denken solle, an La forza del destino etwas zu ändern. Piave war inzwischen unheilbar erkrankt; die Aufgabe der Umarbeitung übernahm Antonio Ghislanzoni, der später auch das Libretto zu Aida schreiben sollte.
Die wichtigsten Änderungen waren:
Die Uraufführung der umgearbeiteten Oper fand am 27. Februar 1869 an der Mailänder Scala statt. Bis heute erfreut sich diese Oper weltweit großer Beliebtheit.
Eine Aufführung in deutscher Sprache 1863 in Wien war kein Erfolg. Erst 1878 wagte man sich an der Berliner Kroll-Oper daran, das Werk in Deutschland aufzuführen. Zunächst war ihr allerdings kein Erfolg beschieden, da Opern in Deutschland zu diesem Zeitpunkt im Wesentlichen nach den wagnerschen Maßstäben für ein Musikdrama gemessen wurden. Erst nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich die Oper in Deutschland durch und hat sich bis heute einen festen Platz auf den Bühnen erobert, wird aber deutlich seltener aufgeführt als etwa Verdis Rigoletto, La traviata oder Aida.
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