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Arie: Den Theuren zu versöhnen

Komponist: Flotow Friedrich von

Oper: Martha

Rolle: Lady Harriet Durham (Martha) (Sopran)

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Zum treuen Freunde geh'.
Den Plan ihm zu entdecken,
Den mein bereuend Herz
Voll Zuversicht erdacht,
Aus dumpfer Schwermuth
Traum den Theuren zu erwecken
Mit neuem Hoffnungsstrahl
Nach trüber Kerkernacht.
Noch vernahm er nicht die Kunde,
Wie die Zukunft schön ihm tagt.
Ja! Ich heile selbst die Wunde,
Die ich schlug!
Es sei gewagt!

Den Theuren zu versöhnen
Durch wahre Reu',
Sein Dasein zu verschönen
Mit Lieb' und Treu'
Mein Loos mit ihm zu theilen,
Durch's Leben hin zu eilen,
Ach welch Glück!

Ja, nun darf ich frei ihm sagen,
Wie mein Herz, seit ich ihn sah,
Nur für ihn geschlagen, ja!
Wie sein Bild mir immer nah'.
Ah! O seliger Gedankem
O Hoofnungsschein!
Es sank die Trennungsschranke,
Mein wird er, mein, ja, mein!
Seid meiner Wonne stille Zeugen. Leonore. Alessandro Stradella. FlotowDie letzte Rose (Wui sola, vergin rosa). Lady Harriet Durham (Martha). Martha. FlotowSe giunge un dispetto. Poppea. Agrippina. HändelEwig war ich (Siegfried Idyll). Brünnhilde. Siegfried. WagnerMi arridea sin or la vita. Alceste. Alceste. GluckTrahir Vincent!. Mireille. Mireille. GounodTu fosti tradito. Annius. La clemenza di Tito. MozartEteri's Aria. Eteri. Abessalom und Eteri. PaliaschwiliQuando m'en vo' (Musetta's Waltz). Musetta. La Bohème. PucciniO mio babbino caro. Lauretta. Gianni Schicchi. Puccini
Wikipedia
Martha oder Der Markt zu Richmond ist eine romantisch-komische Oper in vier Akten von Friedrich von Flotow. Die Uraufführung fand am 25. November 1847 im Theater am Kärntnertor in Wien statt.
Entstanden ist die Oper nach dem Ballett Lady Harriette ou La Servante de Greenwich von 1844; das Libretto schrieb der Berliner Schriftsteller Friedrich Wilhelm Riese nach der Vorlage von Jules-Henri Vernoy de Saint-Georges.
Die Handlung spielt in Richmond zu Anfang des 18. Jahrhunderts, zur Zeit von Königin Anne von Großbritannien (1702–1714).
(Zimmer im Hause der Lady Harriet)
Dienerin Nancy empfiehlt Lady Harriet, sie solle sich einmal verlieben, um ihre Langeweile zu vertreiben. Von draußen hört man den Gesang der auf den Markt von Richmond ziehenden Mägde. Die beiden Frauen fassen den Entschluss, sich zu verkleiden und sich auf dem Markt als Mägde zu verdingen. Auch der vornehme Lord Tristan muss bei diesem Spiel mitmachen.
(Der Marktplatz zu Richmond)
Der Chor der Landleute ruft die Mägde herbei. Während die Pächter Lyonel und Plumkett auf die Mägde warten, erzählt Lyonel von einem von seinem Vater stammenden Ring: Wenn er einmal in Gefahr käme, solle Plumkett diesen Ring an die Königin senden. Der Richter eröffnet den Markt und fragt die nun erscheinenden Mägde nach ihrem Können. Diese preisen ihre Fähigkeiten an („Ich kann nähen, ich kann mähen, ich kann säen, Faden drehen“). Harriet (alias Martha) und Nancy (alias Julia) verdingen sich im Spaß an Lyonel und Plumkett. Doch aus dem Spaß wird Ernst: Der Richter entscheidet, dass sie sich für ein Jahr unwiderruflich gebunden haben („Ist das Handgeld angenommen, kann der Magd kein Weigern frommen“). Lord Tristan versucht vergeblich einzuschreiten; er kann nur zusehen, wie „Martha“ (Lady Harriet) und „Julia“ (Nancy) davongeführt werden.
(Ein Raum im Hause Plumketts)
Martha und Julia, nun in der Wohnung des Pächters, lehnen jede Arbeit ab. Plumkett und Julia blaffen sich an, wogegen Lyonel seine Magd Martha rücksichtsvoll behandelt. Die beiden Männer wollen die Mägde im Spinnen unterweisen. Julia wirft ihr Spinnrad um und enteilt lachend, von Plumkett verfolgt. Lyonel ist aber in seine Martha verliebt und bietet ihr die Hand an. Sie singt ihm zwar auf sein Bitten hin ein Lied („Letzte Rose“), verschmäht jedoch seine Liebe. Nach der Rückkehr von Plumkett und Julia gibt es eine kurze heitere Auseinandersetzung; danach verlassen die Männer den Raum und schließen die Mädchen ein. Doch die werden nach kurzer Zeit von Lord Tristan herausgeholt. Lyonel und Plumkett schicken Knechte aus, um die entflohenen Mägde wieder einzufangen.
Vor einer Waldschänke erkennt Plumkett in Nancy seine Magd Julia, die mit Damen vom Hof der Königin auf der Jagd ist. Sein Versuch, sie fortzuführen, wird von mit Speeren bewaffneten Jägerinnen vereitelt. Lyonel tritt hinzu und singt die Arie „Ach so fromm, ach so traut“ mit dem zum Zitat gewordenen Schluss „Martha, Martha, du entschwandest…“. Die nahende Harriet wird von Lyonel erkannt und gebeten, ihm zu folgen. Als er sie zornig als seine Magd bezeichnet, lässt Harriet ihn festnehmen; er kann den Ring gerade noch Plumkett zustecken.
(Im Hause Plumketts)
Nachdem Plumkett den Ring an die Königin geschickt hat, stellt sich nun heraus, dass Lyonel der Sohn eines unschuldig verbannten Grafen ist. Jetzt, als sie seinen Stand erkennt, würde Harriet ihn gerne heiraten. Sie lockt ihn durch ihr Lied „Letzte Rose“ in seine Pächterstube, doch dort weist er sie als eine „falsche Sirene“ ab. Dagegen finden Plumkett und Nancy munter schwatzend zueinander.
(Platz vor Plumketts Haus)
Auf dem Platz vor Plumketts Haus wird das Stück „Mägdemarkt zu Richmond“ auf Wunsch von Lady Harriet gespielt; Freunde und Bekannte haben sich passend gekleidet. Harriet und Nancy haben sich wieder als Mägde verkleidet, um ihre Dienste anzubieten. Lyonel fragt Harriet, was sie könne, und sie entgegnet, dass sie allem Glanz entsagen könne, um wieder seine Magd zu werden. Mit großer Rührung und einer Doppelhochzeit schließt das Stück.
Beide Parodien hatten keinen Bühnenerfolg und wurden jeweils nach drei Aufführungen abgesetzt.