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Arie: Auch ich war ein Jüngling mit lockigem

Komponist: Lortzing Albert

Oper: Der Waffenschmied

Rolle: Hans Stadinger (Bass)

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Deh! ti ferma ti placa. Assur. Semiramide. RossiniVoici des roses. Méphistophélès. La damnation de Faust. BerliozAccusata di furto... oh rossore!. Fernando. La gazza ladra. RossiniLe vin de Syracuse. Somarone. Béatrice et Bénédict. BerliozTutti accusan le donne. Don Alfonso. Così fan tutte. MozartSong of the Golden Calf ("Le veau d'or est toujours debout!"). Mèphistophélès. Faust. GounodTu mi conosci. Ormondo. L’inganno felice. RossiniCinta di fiori. Sir Giorgio Walton. I puritani. BelliniOmbre di mia prosapia. La Gioconda. PonchielliAh, un foco insolita. Don Pasquale. Don Pasquale. Donizetti
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Der Waffenschmied ist eine komische Oper in drei Akten von Albert Lortzing. Auch hier war er – wie bei (fast) allen seinen Werken – sein eigener Librettist. Als Vorlage diente ihm das Lustspiel „Liebhaber und Nebenbuhler in einer Person“ von Friedrich Wilhelm Ziegler. Schon während seiner Schauspielzeit hatte Lortzing in diesem Stück mehrmals die Rolle des Grafen von Liebenau gespielt, sodass ihm der Stoff sehr vertraut war. Waren in Zieglers Lustspiel die Charaktere noch äußerst grob gestrickt, so wirken sie in Lortzings Libretto wesentlich natürlicher und glaubhafter.
Die Uraufführung fand am 31. Mai 1846 am Theater an der Wien in Wien statt, die erste „Marie“ war dabei Marie Eder, der erste „Stadinger“ Joseph Staudigl.
Ort und Zeit der Handlung: Worms im 16. Jahrhundert.
Konrad, der Graf von Liebenau, und sein Knappe Georg arbeiten verkleidet in der Werkstatt des Waffenschmieds Stadinger. Als verkleideter Geselle Konrad, aber auch als rechtmäßig gekleideter Graf, wirbt er um Marie, die Tochter des Waffenschmiedes. Das Werben des rechtmäßigen Grafen ist dem Waffenschmied ein Dorn im Auge. So gibt er Georg, dem verkleideten Knappen des Grafen, den Auftrag, den Grafen zu verjagen, falls dieser in der Abwesenheit des Waffenschmieds versuchen sollte, seiner Tochter nachzustellen.
Graf Konrad von Liebenau, der eigentlich das reiche Fräulein von Katzenstein heiraten soll, will nun endlich wissen, wen Marie wirklich liebt: Konrad, den Grafen, oder Konrad, den Gesellen. Als er am Abend im Grafengewand erscheint, erklärt ihm Marie, dass ihr Herz schon vergeben sei, und gibt dem Grafen den Laufpass. Innerlich frohlockend und den äußeren Schein wahrend, muss er schleunigst verschwinden, da der Waffenschmied zurückkehrt. Nachdem der „eifersüchtige“ Vater alle durcheinandergebracht und sich schließlich alles wieder beruhigt hat, erscheint Marie an der Tür des Gesellen Konrad, um ihm gute Nacht zu wünschen. Dieser regt und meldet sich jedoch nicht. Da sieht sie den Grafen im Garten. Jetzt melden sich erste Zweifel bei ihr, ob es nicht doch besser sei, sich für den Grafen zu entscheiden... (Reichtum allein tut's nicht auf Erden...)
Konrad, der Geselle, spielt den Eifersüchtigen, weil er sie mit dem Grafen gesehen hatte. Aber Marie setzt ihm den Kopf zurecht. Dann küsst er sie … Irmentraut kommt hinzu, schweigt aber, als auch sie einen Kuss erhält. Dies sieht Georg, und es entsteht ein Geschrei und Tumult. Durch diesen angelockt erscheinen Stadinger und zur gleichen Zeit der Ritter Adelhof. Er warnt alle vor dem Grafen Liebenau. In diesem ganzen Durcheinander weist der Waffenschmied Konrad aus dem Haus und bestimmt, dass Marie den Gesellen Georg zu heiraten habe (es muss ihm aber nicht unangenehm sein...).
Verwandlung: In den Weinbergen vor der Stadt feiert Stadinger sein 25-jähriges Meisterjubiläum. Da erscheint Konrad mit der zitternden Marie. Sie berichten, dass der Graf von Liebenau Marie entführen wollte und er sie gerade noch dem Grafen entrissen habe. Der halb betrunkene Meister flucht. Zuerst will er Marie ins Kloster stecken (es muss ihr aber nicht unangenehm sein...), besinnt sich dann aber anders. Marie soll Georg heiraten, ob die beiden es nun wollen oder nicht.
Stadinger hat seinen Rausch ausgeschlafen und will sich nun berichten lassen, was am vergangenen Tage los gewesen sei. So sehr man nun auch auf Stadinger einredet, seine Marie gibt er dem Gesellen Konrad nicht. Konrad verlässt das Haus. Bald darauf hört man ein Lärmen und Toben. Es wird gesagt, dass der Graf von Liebenau die Marie mit Gewalt entführen will. Da kommt ein Schreiben vom Magistrat: um des Stadtfriedens willen soll Stadinger dem Konrad seine Tochter zum Weibe geben. Dem alten Waffenschmied bleibt auf Grund der höheren Anordnung nichts Weiteres übrig: (Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar...) singt er, in Erinnerung versunken. Als er dann noch erkennt, dass der Geselle Konrad und der Graf von Liebenau ein und dieselbe Person sind, gibt er den beiden seinen Segen (es muss ihnen aber nicht unangenehm sein...).
Die Musik des Waffenschmieds ist noch volkstümlicher und damit leichtgewichtiger als in Lortzings früheren Werken. Im Gegensatz zur Undine verzichtet Lortzing im Waffenschmied ganz auf die Leitmotivtechnik.
Als musikalische Höhepunkte seien hervorgehoben:
Der Anfang und das Ende der ersten Strophe von Stadingers Lied im dritten Akt „Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar“ und „Das war eine köstliche Zeit“ sind in den deutschen Zitatenwortschatz eingegangen. Dabei berufen sich sowohl Büchmann als auch der Duden (Band 12: Zitate und Aussprüche) auf Lortzing als Autoren. Dabei stammt das Lied gar nicht aus seiner Feder; vielmehr verfasste es sein Freund Philipp Jakob Düringer, der auch schon das Lied „Sonst spielt ich mit Szepter“ zu Lortzings Oper „Zar und Zimmermann“ beigesteuert hatte.